KI-Zusammenarbeit

Ein KI-Werkzeug anbinden

Inhalt

TandemLoop bringt keine eigene KI mit. Die App stellt die Spielregeln für die Zusammenarbeit bereit — die KI selbst ist ein externes, agentisches Werkzeug deiner Wahl, das du separat startest und auf deinen Datenordner zugreifen lässt.

TandemLoop liefert keine KI — du bringst deine eigene mit

Das ist eine bewusste Designentscheidung: TandemLoop enthält keinen eingebauten KI-Dienst, ruft keine fremden Server an und schickt deine Daten nirgendwohin. Stattdessen ist der Datenordner — dein Ordner mit Markdown-Dateien — die gemeinsame Arbeitsfläche. Jedes KI-Werkzeug, das diesen Ordner lesen und schreiben kann, kann mit dir im Tandem arbeiten.

Für die KI-Zusammenarbeit benötigst du daher immer ein externes Werkzeug. Ohne ein solches Werkzeug funktioniert TandemLoop vollständig — nur eben ohne KI.

Das Tandem-Prinzip. Du gibst die Richtung vor; das KI-Werkzeug liefert Kraft. Der Austausch läuft ausschließlich über Dateien in deinem Datenordner. Was der Agent direkt ändern darf und was nur auf deinen Auftrag oder als Proposal, beschreibt Zusammenarbeit mit KI-Agenten.

Welche Werkzeuge du verwenden kannst

Geeignet ist jedes agentische KI-Werkzeug, das auf einen lokalen Ordner zugreifen, Dateien lesen und schreiben kann. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Claude Cowork und Claude Code (Anthropic)
  • Codex (OpenAI)
  • Gemini CLI und Antigravity (Google)

Die Liste ist nicht abschließend — entscheidend ist nicht der Name des Werkzeugs, sondern dass es deinen Datenordner als Arbeitsverzeichnis nutzen und dort Dateien anlegen kann. TandemLoop bevorzugt kein bestimmtes Werkzeug und bindet keines fest ein.

Am schnellsten: das Agenten-Tutorial (Mac)

Auf dem Mac führt dich das Agenten-Tutorial in vier Übungen durch die Zusammenarbeit mit deinem Agenten. Es erscheint nach der Ersteinrichtung, wenn du die Frage „Arbeitest du mit KI-Agenten?” mit Ja beantwortest und Tutorial starten wählst — und jederzeit über Hilfe › Agenten-Tutorial oder Einstellungen › KI-Agenten › Agenten-Tutorial starten.

Zu jeder Übung zeigt das Tutorial einen fertigen Prompt. Du kopierst ihn in deinen Agenten, und das Tutorial erkennt live, sobald dein Agent die Dateien im Datenordner angelegt hat.

  1. Eine Aufgabe in die Inbox. Dein Agent liest AGENTS.md, sucht die Website von TandemLoop heraus und legt dir eine Aufgabe mit dem Link in die Inbox.
  2. Ein Projekt planen. TandemLoop legt dafür den Bereich TandemLoop-Einarbeitung an. Dein Agent plant darin ein Projekt mit Meilensteinen und Aufgaben rund um Views, Specs, Rückgaben und das Weekly Review.
  3. Eine View bauen. Dein Agent legt die View Nächste Schritte an — alle Projekte, je Projekt nur die nächste Aufgabe — und hakt die passende Aufgabe im Einarbeitungsprojekt ab.
  4. Arbeit zurückbekommen. Im Demo-Bereich liegt eine Rückgabe: Dein Agent hat einen Einarbeitungsplan entworfen. Du gibst unter Zurück vom Agenten mit Nacharbeiten lassen eine Rückmeldung, sagst deinem Agenten Bescheid, und er gibt den überarbeiteten Plan erneut zurück. Dann nimmst du ihn an.

Sind Proposals aktiviert, reicht dein Agent Projekt und View als Proposal ein; sie erscheinen erst nach deiner Freigabe.

Zum Abschluss findest du den Worker-Skill für den Dauerbetrieb, Ideen für die weitere Zusammenarbeit und einen Prompt, mit dem dein Agent den Datenordner in ein Projekt verlinkt. Setzt du vor Einführung abschließen das Häkchen, legt TandemLoop den Bereich TandemLoop-Einarbeitung samt Inhalt in den Papierkorb; ohne Häkchen bleibt er erhalten. Die Inbox-Aufgabe und die View bleiben in jedem Fall.

Einführung und Abschluss erscheinen in der Fenstermitte, die Übungen in einem Panel am rechten Fensterrand — die App bleibt dabei bedienbar. Mit – verkleinerst du das Panel, mit ✕ schließt du es; beim nächsten Öffnen geht es an derselben Stelle weiter.

Ein Agent läuft nicht im Hintergrund mit. Gibst du ihm in TandemLoop eine Rückmeldung, liest er sie erst, wenn du ihn darum bittest. Mit dem Worker-Skill schaut er regelmäßig selbst nach — siehe Autonome Zusammenarbeit.

iPad und iPhone. KI-Agenten arbeiten auf dem Mac mit den Dateien deines Datenordners. Das Tutorial gibt es deshalb nur in der Mac-App; auf iPad und iPhone weisen dich die Ersteinrichtung und Einstellungen › KI-Agenten darauf hin.

So bindest du ein Werkzeug an

Die Anbindung besteht im Kern darin, dem Werkzeug deinen Datenordner zu zeigen und es auf die mitgelieferte Anleitung hinzuweisen.

  1. Pfad zum Datenordner herausfinden. Öffne in TandemLoop die Einstellungen und sieh unter Datenordner nach, wo er liegt.
  2. Werkzeug auf den Ordner richten. Starte dein KI-Werkzeug und gib ihm diesen Ordner als Arbeitsverzeichnis bzw. Zugriffsbereich.
  3. Auf AGENTS.md hinweisen. Im Wurzelverzeichnis des Datenordners liegt die Datei AGENTS.md. Sie erklärt dem Werkzeug die Regeln: erlaubte Aktionen, die Verzeichnisstruktur und — falls aktiviert — das Proposal-Format. Bitte dein Werkzeug, sie zuerst zu lesen.
  4. Auftrag geben. Beschreibe, was die KI tun soll — etwa „räum meine Inbox auf” oder „strukturiere Projekt X in Meilensteine”.

Einstellungen › Datenordner › Pfad ablesen › KI-Werkzeug auf diesen Ordner richten

Hast du Proposals aktiviert (Einstellungen › KI-Agenten, standardmäßig aus), legt ein gut instruiertes Werkzeug seine Proposals anschließend im Ordner _proposals/ ab. TandemLoop erkennt sie automatisch und zeigt sie dir zur Entscheidung an — wie das im Detail abläuft, beschreibt Wie Proposals entstehen. Ohne Proposals legt das Werkzeug Neues an und ändert Bestehendes direkt; löschen darf es nur auf deinen ausdrücklichen Auftrag.

Als Einstieg hilft ein konkreter Auftrag. Kopiere diesen Prompt, ersetze <DATENORDNER-PFAD> (aus den Einstellungen) und gib ihn deinem Werkzeug:

Mein TandemLoop-Datenordner liegt unter <DATENORDNER-PFAD>. Lies zuerst die
Datei AGENTS.md im Wurzelverzeichnis des Datenordners und halte dich an die dortigen Regeln. Sieh dann meine
Inbox durch und schlage vor, wie die Einträge in passende Projekte einsortiert
werden könnten.

Je nach Einstellung legt das Werkzeug seinen Vorschlag als Proposal ab oder beschreibt ihn dir im Gespräch und setzt ihn nach deiner Zustimmung um.

Arbeitest du in einem Projekt ohnehin mit KI? Dann kannst du deinen Datenordner direkt in dieses Projektverzeichnis verlinken, statt den Pfad jedes Mal anzugeben — siehe KI-Projekte direkt mit TandemLoop verlinken.

Die KI läuft außerhalb von TandemLoop. Es gibt in der App keine Schaltfläche, die „die KI startet”. Damit die KI arbeitet, auf deine Rückmeldung reagiert oder eine Überarbeitung liefert, muss dein externes Werkzeug zu diesem Zeitpunkt aktiv sein und auf den Datenordner zugreifen.

Einmalig anstoßen oder dauerhaft mitlaufen lassen

Wie eng die Zusammenarbeit ist, bestimmst du über die Betriebsart deines Werkzeugs:

  • Auf Zuruf. Du startest das Werkzeug, gibst einen Auftrag, prüfst das Ergebnis — und beendest es wieder. Ideal für gezielte Aufräum- oder Planungsläufe.
  • Dauerhaft im Hintergrund. Du lässt ein Werkzeug fortlaufend laufen, sodass es den Datenordner regelmäßig durchsieht, ihm zugewiesene Aufgaben abarbeitet und auf deine Rückmeldungen reagiert. So wird die KI zum mitlaufenden Partner.

In beiden Fällen bleibt die Kontrolle bei dir: Löschen und deine Aufgaben erledigen oder verwerfen darf der Agent nur auf deinen Auftrag, und mit Proposals verändert er nichts Strukturelles, solange du es nicht genehmigst. Wie du den Dauerbetrieb mit dem mitgelieferten Worker-Skill einrichtest — auf Zuruf oder in einer Schleife —, zeigt Autonom & dauerhaft zusammenarbeiten.

Spielregeln für Agenten. Die technischen Details — welche Schreibzugriffe direkt erlaubt sind, was nur auf Auftrag bzw. als Proposal läuft und welche Ordner tabu sind — stehen in Zusammenarbeit mit KI-Agenten.